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Am Montag, den 12.8. trafen sich die Rover des Stammes Bärentöter um 19 Uhr am Büro, um eine Woche lang Wales unsicher zu machen. Nachdem es sich Nils, Zweistein, Erik und Maulwurf in Eriks Corsa so bequem wie möglich gemacht hatten, ging es los Richtung Frankfurt-Hahn. Nach ca. zwei Stunden Fahrt checkten wir Auch gleich ein, nachdem wir unsere Rucksäcke mit Klebeband reisefertig gemacht hatten. Unser Flug dauerte ca. eine Stunde. Gleich nach unserer Ankunft in Stansted (ca.20 min. Verspätung) suchten wir uns einen Schlafplatz in der Empfangshalle.

Am Dienstag, den 13.8. wurden wir gegen vier Uhr nachts vom Feueralarm geweckt. Eine halbe Stunde später konnten wir dann in Ruhe weiterschlafen. Um 6.30 standen wir auf und fuhren mit dem Bus etwa1,5 h von London-Stansted in die Londoner Innenstadt. Im Park gegenüber des Buckingham Palace frühstückten wir dann und vertrieben uns die Zeit bis zur Busfahrt nach Milford Haven. Nach sieben Stunden Fahrt gab es das erste Problem: Trinkwasser. Erik rettete uns mit seinen Englischkenntnissen. wir hatten uns entschlossen, in einer Ruine zu übernachten. Dies wurde uns jedoch von drei Jungen, die ebenfalls Pfadis waren, wieder ausgeredet, die behaupteten, dort wären einige Penner, und wiesen uns zum nächsten Campingplatz. Als es dämmerte, war immer noch kein Zeltplatz in Sicht und so nahmen wir mit einer Bunkeranlage aus dem zweiten Weltkrieg vorlieb. Inzwischen war es dunkel (um21.30) und während Erik kochte, baute der Rest einen Unterschlupf. Nachdem wir Reis mit Pilzsoßegegessen hatten, schliefen wir bereits um 22.30.

Am Mittwoch, den14.8. gab es gegen 8.30 Cappuccino und Müsli zum Frühstück. Nach einer Stunde Marsch füllten wir um 11.30 an einem Campingplatz Wasser auf und machten uns dann auf den weg ins Landesinnere, um eine Halbinsel abzuschneiden. Nach einem Mittagessen (Brote) um 13.30 kamen wir um15.15 bei Broadhaven wieder ans Meer, wo wir es uns am Strand unter Kohtenplanen gemütlich machten. Nach einer Stunde Marsch kamen wir um 17.45 zu einer kleinen Wiese hoch über den Klippen. Da Nils und ich die Klippen fotografieren wollten sind wir einen Steilhang gegenüber runtergeklettert, wurden aber von einer Felswand aufgehalten. Danach sind wir 20 Minuten durch Dornen und Gestrüpp wieder raufgekraxelt. Zum Abendessen gab es Spagetti mit Gulasch. Geschlafen wurde in zwei Logs: eine für Gepäck und die andere für uns vier.

Am Donnerstag, den 15.8. standen wir um 9 Uhr auf, packten zusammen und brachen eine Stunde später auf. in strahlendem Sonnenschein wanderten wir weiter Richtung Norden, bis wir um10.45 an einem felsigen Strand unser Frühstück einnahmen. Nach anschließendem Spülen brachen wir eine Stunde später auf. Um 12.30 machten wir erneut an einem kleinen, zwischen hohen Klippen liegenden Strand eine Stunde Pause. Um 3 Uhr ließen wir uns an einem kleinen Dorf am Sandstrand nieder um zu Mittag zu essen. Danach schrieben wir gemeinsam 50 Meter lang „ASCHAFFENBURG“ in den Sand und ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Um17 Uhr ging es weiter und um18.45 hielten wir erneut zum essen an. Während Nils auf Erkundung der Umgebung ging, um einen Schlafplatz zu suchen, kochte der Rest eine vorzügliche (Tüten-)Kartoffelsuppe mit Würstchen. Als nach Nils zurück war, gab es Essen. Nils hatte einen tollen Platz gefunden, und so schleppten wir uns nach dem Essen noch ¼ Stunde zu einer schönen Bucht, wo ein kalter, klarer Bach ins Meer mündete. Auf einem schmalen Vorsprung über der Bucht baute Zweistein die Kohte auf. Ein Streuner vom Nachbardorf(2Km) kam neugierig näher, worauf Erik sofort seine Gitarre in Sicherheit brachte. Den Rest des Tages verbrachten wir damit, Pläne für die Zukunft des Stammes zu schmieden. Als es kühl wurde zogen wir uns in die Kohte zurück und sangen bis ca. 24 Uhr. Die Nacht war klasse: gestern zu Viert in einer Lok und heute in einer Kohte!!!

Am Freitag, den 16.8. standen wir um 8.45 auf und begaben uns zum Bach um uns zu waschen und zu spülen. Danach wurde Müsli gegessen und wieder gespült. Dann wurden Klamotten gewaschen und auf die Klippen zum Trocknen gehängt. Aufgrund der Hitze unternahmen wir den Versuch, zu schwimmen, was aber keiner lange aushielt, da der Ozean abartig kalt war. nach dem erfolglosen Versuch einen kleinen Fisch im Bach zu fangen, kochten wir am Mittag Tomatensuppe, die wir mit Resten „verfeinerten“, so dass sie ungenießbar wurde. Dann wurden weiter Pläne geschmiedet. Da wir kein Wasser mehr hatten, wurde Maulwurf um 19 Uhr mit allen Flaschen losgeschickt und kam im Verlauf von1,5 Stunden mit über 12 Litern wieder, so dass wir Erbseneintopf kochen konnten. Da es kühl und windig war, holten wir die Schlafsäcke aus der Kohte und unterhielten uns noch bis 23.30 und gingen schlafen. Es wurde eine unruhige Nacht, da es die ganze Nacht stürmte und man die Wellen der Küste hörte.

Am Samstag, den 17.8. standen wir um 7.30 auf und waren um8.30 bereits unterwegs. Ca. eine Stunde später machten wir Frühstückspause. Da nun unser Brot aufgebraucht war, hielten wir gegen 11 Uhr in Solva und frischten unsere Brot- und Wasservorräte auf und kauften eine Walesflagge um 12 Uhr war Abmarsch und so kamen wir unter Mühe nach St. Davids, Wo wir den Bus bestiegen und gegen 16 Uhr in Fishguard ankamen. Das Wetter schien sich überhaupt nicht mehr ändern zu wollen: Es war den ganzen Tag stürmisch, bewölkt und regnete so leicht, dass sich der Poncho nicht lohnte. Durchnässt holten wir in einem Fish`n`Chips-Laden unser Mittagessen nach. Anschließend gingen wir in den Ortsteil Goodwick. Dort kochten wir schließlich in einem Unterstellhäuschen Nudeln mit Tomatensoße und warteten auf die Dunkelheit. Dann packten wir unsere Schlafsäcke aus. Nils und Erik lagen außen und mussten sich mit Ponchos zudecken, wurden aber trotzdem nass, da es immer noch regnete.

Am Sonntag, den 18.8. begaben wir uns nach dem Frühstück in ein Internet-Kaffee nach einer Stunde (10.30-11.30) setzten wir uns ins Kaffee und besprachen die Jahresplanung bis 14 Uhr. Nach dem Mittagessen (im freien) und einer Stunde Pause wurden weitere 3½ Stunden diskutiert. Zum Abendessen um19 Uhr gab es Knödel und Erbseneintopf. Danach begaben wir uns in die Wartehalle des Fährhafens, wo wir auf die Fähre warteten, mit der unser Bus von Irland kommen sollte. Wir vertrieben uns die Zeit und erkundeten den Hafen bis 02 Uhr. Jetzt bestiegen wir den Bus, um zu Schlafen. Allerdings schliefen wir weder gut noch lange. Um 8 Uhr kamen wir in London an. Wir gaben das Gepäck an der Victoria Coach Station ab und gingen in den Park den wir vom 1. Tag kannten. Hie ließ uns Erik im Park schlafe, dann aber weckte er uns und nach dem Mittagessen wir gingen los, um London zu besichtigen. Wir sahen Big Ben, waren am Gedenkstein für Sir Baden Powell im Westminster Abbey, waren am Picadilly Circus, allerdings waren wir so müde, dass wir nicht sehr interresiert waren und so machten wir uns auf den Rückweg zur Bus Station, von wo wir zwei Stunden nach London Stansted fuhren. In der Empfangshalle vertrieben uns die Zeit, während Zweistein schon schlief. Später folgten auch wir diesem rühmlichen Beispiel und schliefen fest bis 5.30 Uhr, als uns Erik weckte. Um 6 Uhr ging es zum einchecken, wo wieder unsere Rucksäcke verklebt wurden. Um 7 Uhr saßen wir dann im Flugzeug nach Hause und so kamen wir eine Stunde später um 9 Uhr (Zeitverschiebung!) in Frankfurt Hahn an. Nachdem wir unser Gepäck abgeholt hatten, gingen wir zu Eriks Corsa und nach zwei Stunden Heimfahrt mussten wir uns trennen, einerseits traurig, dass es vorbei war, andererseits froh, heil aus Wales entkommen zu sein. Allerdings überwog (zumindest bei mir) die Trauer und der einzige Trost war die Aussicht auf ein ereignisreiches Fahrtenjahr 2003

(Dominik Hefter alias Maulwurf)