Als wir auf dem Bundeslager 1998 den Entschluß faßten in den Sommerferien 1999 nach Irland zu fahren, dachten wir an eine 6 bis 7köpfige Fahrtengruppe, die vollgepackt mit einem Bus Richtung Irland fahren würde. Vollgepackt war auch der Bus 1999, der kurz vor den Sommerferien nach Irland aufbrach. Lediglich fehlten die Fahrtenteilnehmer in unserem kleinen engen Bus, denn diese flogen komfortabel innerhalb von 2 Stunden nonstop mit dem Flugzeug nach
Irland.
Am 29.7. versammelten sich 43 Jugendliche am Frankfurter Flughafen, um nach Irland zu fliegen. Nach einem zweistündigen Flug und einer etwas holprigen Busfahrt raus aus der Hauptstadt Dublins und hinein in die Bergwelt der Wicklow Mountains kamen die Fahrtenteilnehmer am Lough Dan Adventure Center, einem Zeltplatz der irischen Pfadfinder, an. In den ersten Tagen wurden auf dem Zeltplatz mehrere Aktivitäten angeboten. So konnte man Bogenschießen, Drachenboote fahren, im Lost Valley Klettern und sich Abseilen, Kanufahren und vieles mehr. Besonders witzig war das Floosfahren - Hier mußte man in der Gruppe innerhalb von 15 Minuten ein Floß aus Tonnen und Holz zusammenzimmern und dann so schnell wie möglich mit dem Floß auf die andere Seite des Sees kommen - die meisten Gruppen zogen es allerdings vor in der Mitte des Sees ungewollt Baden zu gehen! Nach einem Tagesausflug nach Glendalough - die berühmteste Klosteranlage Irlands - gingen die einzelnen Gruppen auf Haijk. Vorher wurde jedoch in AGs die wichtigsten Tips und Kniffe von Erste Hilfe über Karte & Kompass bis zum Kochen erklärt. Während die Drachentöter es vorzogen den Wicklow Way zu wandern, erkundschafteten die Kodiakbären zusammen mit zwei Mädelsippen Irland abseits von ausgeschilderten Wanderwegen. Zwei weitere Sippen versuchten ebenfalls die Wanderung des Wicklow Ways, jedoch von der anderen Richtung. Dank der Hilfe irischer Pfadfinder, die uns vor dem Haijk viele Tips & Kniffe gaben, war es uns auch möglich zum Teil querfeldein über die mit Wiesen und Feldern bedeckten Berghänge zu wandern. Sie berichteten aber auch von Zelten, die nachts vom Wind weggetragen werden, sodaß unsere Kohten speziell an jedem einzelnen Loch gesichert werden mußten. Erschöpft, aber glücklich kamen alle Haijkgruppen zu unserem Basiszeltplatz wieder zurück. Nach einem Tagesausflug in Dublin kam auch der letzte große Abschlußabend: Zusammen mit irischen Pfadfindern wurden Halstücher verliehen und im Anschluß daran zweisprachig (Englisch / Deutsch) "Mafiosie" (ein Spiel, dass wohl jetzt manchen Weltenbummler ein Begriff ist) bis in die Nacht hinein gezockt. Am nächsten Morgen ging es auch schon wieder (leider) mit dem Flieger zurück nach Deutschland.
(Erik Böttcher)
.... und die Presse berichtet:
